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Museum für Franz von Sickingen auf der Ebernburg

Museum für Franz von Sickingen

Das Naheland hat zwei große historisch Persönlichkeiten – Hildegard von Bingen und Franz von Sickingen – hervorgebracht

Dank Historiker Stefan Köhl: Museum für Franz von Sickingen auf der Ebernburg

<time datetime="2017-09-01T17:38:00+02:00" itemprop="dateCreated" class="nobreak">01.09.2017, 17:38 Uhr</time>aktualisiert: 01.09.2017, 17:39 Uhr

Das Naheland hat zwei große historisch Persönlichkeiten – Hildegard von Bingen und Franz von Sickingen – hervorgebracht. Doch während der großen Frau des Mittelalters in Museen und Kirchen und künftig mit einem Pilgerweg gedacht wird, erinnert an Franz von Sickingen bislang kaum etwas. Das hat sich nun dank Stefan Köhl geändert. Der studierte Mittelalter-Archäologe und Historiker hat in Zusammenarbeit mit dem Ebernburg-Verein eine Ausstellung in einem eigens dafür geschaffenen Museum in der Burg zusammengestellt.

Stefan Köhl (links) und Gerd Kiefer im neuen Museum auf der Ebernburg. Drei Themen hat Köhl herausgearbeitet: die Geschichte der Burg als Bauwerk, dann der „letzte Ritter“, die politische Bedeutung Franz von Sickingens als Reichsritter, und drittens die Ebernburg und die Reformation.
Foto: Josef Nürnberg

Bei der Eröffnung des Museums am Donnerstag erhielt Initiator Köhl Beifall von allen Seiten. „Der Ebernburg-Verein will damit seinen Beitrag leisten die Burg für Besucher interessanter zu machen“, sagte Gerd Kiefer, Vorsitzender des Ebernburg-Vereins. Denn die Ebernburg verstehe sich als Teil der Region und Anziehungspunkt für Gäste. Kiefer ist zufrieden, dass die Museumseröffnung einhergeht mit zahlreichen Veranstaltungen seines Vereins im Jubiläumsjahr der Reformation.

„Ich freue mich, dass die vielen Besucher im Stadtteil nun Informationen über die Ebernburg erhalten“, meinte Norbert Welschbach in Vertretung von Ortsvorsteherin Bettina Mackeprang. Während Professor Dr. Hans-Joachim Bechtoldt, Vorsitzender der Ebernburg-Stiftung froh ist, dass Stefan Köhl die Initiative ergriffen und das immer wieder geforderte Museum verwirklicht hat. Die Leistung Köhls sei gar nicht hoch genug einzuschätzen. Denn außer Mauern sei kaum etwas auf der Burg vorhanden, das an den großen Burgherrn Franz von Sickingen erinnere. Bis dato war es nur eine Tafel zur Burggeschichte, die laut Stefan Köhl auch noch falsche Daten enthielt. Doch wie macht man eine Ausstellung ohne eine Vielzahl von Exponaten?

Der Historiker hat es mit der Ausstellung „Die Ebernburg – Denkmal deutscher und europäischer Geschichte“ vorgemacht. Weil die Räume nicht grade groß sind, entschloss sich Ausstellungsmacher für eine Art Wandbuch. So hat er mit Tafeln gearbeitet, die abgeschlossene Texte und viele Bilder zeigen, die die Geschichte der Burg und ihrer Bewohner darstellen.

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